Pokal-Highlight gegen Freiburger FC

Exakt 238 Tage nach dem letzten Pflichtspiel am 24. Oktober letzten Jahres hat die Zwangspause für den Offenburger FV endlich ein Ende…

Denn während der Liga-Spielbetrieb 2020/21 vom Südbadischen Fußballverband am 09. April abgebrochen und die Saison annulliert wurde, wird der Pokalwettbewerb am heutigen Freitag um 18:30 Uhr mit dem Viertelfinale im SBFV-Rothaus-Pokal gegen Oberligist Freiburger FC fortgesetzt.

„Die Vorfreude ist riesig, dass endlich wieder gespielt werden darf. Doch sie mischt sich auch mit einer gewissen Anspannung, weil die Partie gleich eine sehr große Bedeutung hat“, ist Trainer Benjamin Pfahler froh, dass es nach rund vier Wochen Vorbereitung und einem internen Testspiel endlich wieder ernst wird: „Wir haben in der kurzen Zeit versucht, im Training das optimale Verhältnis zwischen Belastung und Regeneration zu finden. Da wir mit Max Distelzweig und Luca Ernst nur zwei Spieler mit muskulären Problemen haben, ist uns das offenbar ganz gut gelungen.“ Ebenfalls nicht ganz fit ist der frisch geimpfte Elias Esslinger. Dafür kann Pfahler wieder auf die beiden Genesenen Jonas Pies und Jacob Harter zurückgreifen, die mit schweren Knieverletzungen lange ausgefallen waren.

Nicht nur weil vermutlich alle OFV-Spieler nach rund acht Monaten ohne Pflichtspiel heiß auf dieses Duell der Traditionsvereine sind und im bisherigen Wettbewerb Schützenfeste gegen die Landesligisten FV Schutterwald (4:2), VfB Bühl (7:1) und TuS Oppenau (8:1) gefeiert wurden, dürfte die Mannschaft keine Motivationsprobleme haben. „Der FFC ist als Mannschaft mit Oberliga-Erfahrung eine sehr reizvolle Aufgabe“, hat Pfahler Respekt vor den Breisgauern. „Das ist ein starker Gegner, der Situationen stets spielerisch über die Außenspieler lösen will.“

„Nach der langen Pause könnte es auch eine Art Überraschungseffekt geben. Keiner weiß so richtig, wo er steht. Wir kennen die Stärken und Schwächen des FFC und haben eine Idee, wie wir ihn schlagen können. Wir brauchen jedenfalls eine gute Abstimmung und Dynamik“, fordert Pfahler, der ein attraktives Spiel zweier technisch starker Mannschaften erwartet und sich auch auf die bis zu 750 zugelassenen Zuschauer im Karl-Heitz-Stadion freut: „Die Fans geben so einem Spiel eine andere Note. Wenn Zuschauer dabei sind, sind einfach mehr Emotionen im Spiel. Vielleicht ist es ein kleiner Vorteil, dass wir zu Hause spielen.“

Und diesen kleinen Vorteil will der OFV nutzen, zumal es im Falle eines Sieges bereits an diesem Sonntag (15:00 Uhr) im Halbfinale zum brisanten Derby beim SV Linx kommen könnte, wenn die Rheinauer ihr Viertelfinale bei der SpVgg. Frickingen-Altheim-Lippertsreute (F.A.L.) ebenfalls erfolgreich bestreiten würden.

Viertelfinal-Partien im SBFV-Rothaus-Pokal
Offenburger FV – Freiburger FC (Oberliga)
Türkischer SV Singen (Bezirksliga) – SV Oberachern
SpVgg. Frickingen-Altheim-Lippertsreute (F.A.L.) – SV Linx
FC 08 Villingen – 1. FC Rielasingen-Arlen

(Auszug: Mittelbadische Presse, Bild: P. Heck)